21 Tage on the road: Teil 1

Hier schon abbiegen? Home is where you park it. 

Seit 21 Tagen reisen und leben wir in unserem Auto. Drei Quadratmeter und permanentes on-the-road-Sein getauscht gegen Wohnung und geregeltes Alltagsleben. Der grosse Plan: Die Panamerikana. Das Zeitfenster: 1/1.5 Jahre. Irgendwie unwirklich und total spannend?! Unser Dreiteiler zeigt diese für uns neue Welt, wir nehmen Euch gern mit!

Prince Edward Island – N 46.01726, W 62.45502

Wo schlafen wir heute Abend?

135x240cm, in unserem Klappdach schläft man mit der neuen Matratze wie ein Baby! Jeden Abend freuen wir uns in dieses gemütliche Nest zu klettern. Leselampe an, Film gucken oder, oder, und aus dem Fenster die Sterne sehen… 

Somewhere Dreaming

Spannend ist daran auch nie genau zu wissen wo man eigentlich schläft heute Abend, gleichzeitig aber immer ins selbe Bett steigt- zu Hause auf Rädern.

Was uns jedoch in Maine (USA) noch etwas schwer fällt ist das Wildcampen.

Für die Nicht-Camper unter Euch: Das ist Camping abseits von Campingplätze in Zelt, Wohnmobil, Van oder wie bei uns im ausgebauten Offroader. Umsonst, in der Natur und im Idealfall nur mit wenig Gleichgesinnten oder gleich ganz allein zu stehen, das ist ein Teil vom Overlanding

Und das die Realität in Maine: Bisher 4 x Walmart (Supermarktkette), 1 x Wildcampen am Strand, 1x Campingplatz. 

Wir benutzen Apps (google maps, ioverlander) um freie Stellplätze zu finden. Ioverlander funktioniert Community-basiert, sodass Nutzer GPS Koordinaten von guten Wildcamping Stellplätzen inklusive Beschreibung und Fotos eingeben. Über die Kartenfunktion kann man diese entlang der geplanten Strecke einsehen. 

„Hier spricht die Polizei!“

In Canada, insbesondere Prince Edward Island hat ioverlander uns an sehr schöne Orte gebracht. In Maine hingegen sind wir neulich abends im Pyjama bei Netflix von der Polizei aus dem Klappdach verjagt worden. Da hatten andere mehr Glück. Die Cops sind aber sehr nett gewesen und haben uns den nächsten Walmart für die Nacht empfohlen – back again 😉 

Walmart Supercenter in Maine

Aktuell stehen wir kostenfrei auf Privatgelände in Boston. Wir sind gespannt wie es ausserhalb der touristischen, dicht besiedelten Regionen mit dem Overlanding läuft. 

Fährst Du heute?

Fabi fährt, Franzi navigiert- so sieht unsere klischeehafte Rollenverteilung meist (noch) aus. Zum Navigieren benutzen wir die App MapOut auf dem iPad mini. Das funktioniert super!

Die Gaia App haben wir auch ein bisschen ausprobiert.

Was uns aber direkt gestört hat, ist die enorme Grösse der Kartendownloads, die fehlende Suchfunktion im offline modus und generell das etwas komplizierte Handling. Ausserdem ist sie nicht günstig (ca. 20 CHF/Jahr) und bedarf In-App-Käufen für Zusatzfunktionen wie Karten-Overlays etc. Vielleicht werden wir sie für einige Nationalparks noch benutzen, bisher gewinnt aber MapOut. 

Andere Reisende sind sehr zufrieden mit maps.me, was wir bisher aber nur für Städte-Trips genutzt haben.

Ich empfehle aufgrund oben genannter Möglichkeiten das Geld für ein Navi lieber für ein Eis auszugeben. Und ansonsten gilt wie immer: Falsch abbiegen gibts nicht wirklich.

Das lest ihr in Teil 2 – demnächst auf unserem Blog

Ok, Fahren und Schlafen haben wir geregelt. Wie aber lebt man auf 3 Quadratmetern Auto? Dazu bald mehr in “Hunger, Pipi, kalt”, dem zweiten Teil von 21 Tage on the road…

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